Am 23.02.2026 besuchte die 11. Jahrgangsstufe im Rahmen des Geschichtsunterrichts, wie auch schon in den vorherigen Jahren, die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Flossenbürg. Ziel des Ausflugs war es, die Schülerinnen und
Schüler im Hinblick auf die bereits im Unterricht behandelte Zeit des Nationalsozialismus zu sensibilisieren und ihnen die besondere Form der Erinnerungskultur in Flossenbürg näherzubringen.
Das Konzentrationslager wurde im Mai 1938 gegründet. Bis zum Kriegsende 1945 starben dort mehr als 30.000 Menschen, darunter auch der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer, sowohl durch gezielte Hinrichtungen als auch infolge der verheerenden Lebensbedingungen im Lager. Die Häftlinge arbeiteten im nahegelegenen Steinbruch oder in der Wäscherei des Lagers, erhielten dabei kaum Nahrung oder Wasser, schliefen in dunklen, engen Baracken und waren täglich der psychischen sowie körperlichen Gewalt der Nationalsozialisten ausgesetzt.
Von dieser grausamen Vergangenheit ist in Flossenbürg heute kaum noch etwas zu sehen. Bis auf die ehemalige Wäscherei, die Küche und das Lagertor wurden im Laufe der Zeit fast alle weiteren Gebäude abgerissen. Auf dem dadurch gewonnenen Gelände wurden Wohnhäuser errichtet – mitten auf ehemaligem Lagergelände.
In drei Gruppen aufgeteilt wurden die Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellungen in der ehemaligen Wäscherei und im früheren Küchengebäude sowie über das weitläufige Gelände geführt. Dabei bewegte es sie vor allem, mehr über die Schicksale
einzelner Häftlinge zu erfahren. Auch das beinahe vollständig erhaltene „Häftlingsbad“ hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den Jugendlichen.
Trotz der Bedeutung und der emotionalen Schwere der Thematik empfanden sie den Ausflug als ein prägendes und lehrreiches Ereignis, das auch für die kommenden Jahrgänge sehr zu empfehlen ist. Die Exkursion machte deutlich, wie wichtig es ist, sich
aktiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Erinnerung an die Opfer aufrechtzuerhalten. Gerade in einer Zeit, in der es immer weniger Zeitzeugen gibt, gewinnen solche Orte zunehmend an Bedeutung.












