Kochen, handwerkeln, den Haushalt meistern und nachhaltig handeln – im Alltag sind ganz unterschiedliche Fähigkeiten gefragt. Doch wie gut sind Jugendliche eigentlich auf diese Herausforderungen vorbereitet? Genau darum ging es bei der Projektwoche Alltagskompetenzen vom 12. bis 16. Oktober 2026. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe die Gelegenheit, Neues auszuprobieren, praktische Erfahrungen zu sammeln und ihre Selbstständigkeit zu stärken. 

Gesundheitsbewusstsein und ein verantwortungsvoller Umgang mit sich selbst standen zum Auftakt der Projektwoche im Mittelpunkt. Am Bayerischen Präventionstag erhielten die Jugendlichen bei einem Vortrag der AOK wertvolle Anregungen für einen gesundheitsbewussten Lebensstil. Auch die kritische Auseinandersetzung mit sozialen Medien spielte eine Rolle: Im Workshop „Selbst- und Fremdwahrnehmung" hinterfragten die Schülerinnen und Schüler unrealistische Schönheitsideale und deren Einfluss auf das eigene Selbstbild. 

Ein bewusster und wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln bildete einen weiteren Schwerpunkt. Beim Hoftag auf dem Hof von Frau Hahn erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Landwirtschaft und die Herkunft unserer Lebensmittel. Wie diese zu leckeren Gerichten verarbeitet werden, konnten sie am Kochtag selbst ausprobieren: In kleinen Gruppen bereiteten sie ein Drei-Gänge-Menü zu. Ein Escape Game zum Thema Lebensmittelverschwendung regte außerdem dazu an, über den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln nachzudenken. 

Selbstständigkeit und handwerkliches Geschick waren in den zahlreichen praktischen Workshops gefragt. Ob beim Bügeln, Annähen eines Knopfes oder Reinigen von Fenstern, Böden und Badezimmern – die Jugendlichen erprobten grundlegende Fertigkeiten der Haushaltsführung. Beim Heimwerken konnten sie zudem den Umgang mit Werkzeugen üben und kleinere Reparaturen am Fahrrad durchführen. 

Kreativität und Umweltbewusstsein standen hingegen beim Upcycling im Mittelpunkt. Hier wurden gebrauchte Materialien wiederverwendet und zu neuen Gegenständen verarbeitet. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie sich mit einfachen Mitteln Ressourcen schonen und Abfälle vermeiden lassen. 

Die Projektwoche zeigte, wie vielfältig Alltagskompetenzen sind und wie viel sich durch eigenes Ausprobieren lernen lässt. Neben praktischen Fähigkeiten wurden dabei auch Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit gefördert. 

Ein herzliches Dankeschön gilt den unterstützenden Eltern, unserer ehemaligen Kollegin Frau Hufnagel, unserem Hausmeister Alexander Dinges sowie allen Beteiligten aus Schulleitung und Kollegium. Durch ihren tatkräftigen Einsatz, ihre Ideen und ihre Bereitschaft, eigene Workshops zu gestalten oder zusätzliche Zeit zu investieren, haben sie diese abwechslungsreiche und lehrreiche Woche ermöglicht.