Vom 13. bis 17. Juli 2026 hieß es für die Klassen 10a, 10b und 10c des Reichsstadt-Gymnasiums Rotenburg: Koffer packen und ab nach Berlin! Gemeinsam mit unseren sechs Lehrkräften machten wir uns früh morgens auf den Weg. Unser erster Stopp war das geteilte Dorf Mödlareuth, auch „Little Berlin“ genannt. Dort wurde Geschichte plötzlich greifbar und wir konnten uns viel besser vorstellen, wie das Leben zur Zeit der deutschen Teilung gewesen sein muss.

In Berlin angekommen, bezogen wir unsere Unterkunft und starteten direkt mit einem besonderen Programmpunkt: der beeindruckenden Licht- und Filmschau im Parlamentsviertel. Spätestens dort wurde klar, dass diese Klassenfahrt nicht nur Spaß machen, sondern uns auch Geschichte und Politik einmal ganz anders näherbringen würde.

In den folgenden Tagen erkundeten wir bei Stadtführungen die Hauptstadt, besuchten das Museum für Naturkunde, das Improvisationstheater „Die Gorillas“, fuhren nach Potsdam zum Schloss Sanssouci, standen im Olympiastadion und erfuhren bei den Berliner Unterwelten spannende Geschichten über Fluchttunnel und das geteilte Berlin. Den Abschluss bildete der Besuch des Deutschen Bundestages mit einem Vortrag, einem Gespräch mit einem Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Artur Auernhammer sowie der Besichtigung der Reichstagskuppel.

Mindestens genauso spannend wie das offizielle Programm war aber die Zeit dazwischen. In kleinen Gruppen konnten wir Berlin selbst erkunden, durch verschiedene Stadtviertel schlendern, shoppen und natürlich die kulinarische Vielfalt der Hauptstadt ausprobieren – von Döner über Currywurst bis hin zu internationalen Spezialitäten war für jeden Geschmack etwas dabei. Berlin zeigte sich dabei als bunte, vielfältige und weltoffene Stadt. Für viele von uns war es ungewohnt, Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensstilen, Kulturen und Ausdrucksformen ganz selbstverständlich im Stadtbild zu erleben – etwas, das man in einer Kleinstadt nicht in dieser Vielfalt kennt. Gerade diese Offenheit und das lebendige Miteinander machten die Stadt für viele besonders interessant.

Natürlich blieb auch der Spaß nicht auf der Strecke. Ob beim gemeinsamen Lachen im Improtheater, beim abendlichen Spaziergang durch das beleuchtete Regierungsviertel, beim Fußballschauen oder einfach beim Zusammensitzen in der Unterkunft – es gab viele Momente, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Rückblickend war die Berlinfahrt eine gelungene Mischung aus Politik, Geschichte, Kultur, Freizeit und Gemeinschaft. Wir haben viel gelernt, neue Eindrücke gesammelt und gleichzeitig eine Woche erlebt, die den Zusammenhalt unserer Klassen noch einmal gestärkt hat. Ein großes Dankeschön gilt unseren Lehrkräften, die die Fahrt hervorragend organisiert und begleitet haben. Ebenso trug das vorbildliche Verhalten aller Schülerinnen und Schüler maßgeblich dazu bei, dass die Klassenfahrt reibungslos und in einer angenehmen Atmosphäre durchgeführt werden konnte. Nicht zuletzt sorgte auch das Busunternehmen Hütter für eine pünktliche, sichere und rundum gelungene An- und Abreise.

Klasse 10a